Saturn quadrat Uranus

Was hält uns noch auf?

exakt am 18.02., 15.06., 24.12. 2021 in Wassermann und Stier, prägend bis ins nächste Jahr

Das Jahr 2021 zieht bereits in den ersten Monaten ziemlich alle Register. Das heisst jedoch nicht, dass damit alles erledigt wäre - es ist eher so etwas wie eine Aufwärmrunde. Dies ist der Aspekt, der das Jahr am stärksten prägt und schon in Wirkung ist. Besonders im Sommer werden wir uns intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen müssen. Es geht hier sogar um eine Entscheidung: machen wir uns die Mühe, die Zukunft zu gestalten, oder bleiben wir zurück?

 

Es war nun schon so viel die Rede von einem Neubeginn, einem neuen Zeitalter, und nun haben wir immer noch mit denselben Hürden zu kämpfen... Nach den grossen, sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte erstreckenden Zyklen, die im vergangenen Jahr geendet und jeweils neu begonnen haben, gilt es erst einmal, die Übergänge zu bewältigen. Genau das ist es, was dieses Jahr prägt: wir müssen uns den Weg erst bereiten, die Zukunft erst erarbeiten und ermöglichen. Der Drang nach Erneuerung, Protestbewegungen und der Ruf nach Freiheit werden immer stärker, während es noch so vieles zu überwinden gilt, und wir immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

Es ist eine Zeit, in der Konflikte und Reibungen sich so lange verstärken, bis Reaktionen und Veränderungen unausweichlich sind. Es herrscht eine ständige Spannung, ein Kräftemessen. Das starre, traditionelle und autoritäre Alte steht gegen das zukunftsorientierte, befreiende radikal Neue. Allerdings lässt sich auch dort, wo mit allen Mitteln für den Durchbruch gekämpft wird, nur schwer etwas in Bewegung bringen. Die Widerstände sind gross. Wenn es allerding zur Entladung kommt, ist diese umso extremer.

Ja, es ist ein Tauziehen zwischen Alt und Neu, aber es ist in diesem Fall noch viel komplizierter: es steht nicht nur Befreiung gegen Unterdrückung, sondern auch eine egozentrische und kompromisslose Bewegung einerseits gegen gesellschaftliche wie persönliche Verantwortung andererseits. Es ist eine grosse Herausforderung, in dieser Zeit von Ungeduld und Umbruch Raum und Gehör für gesellschaftliche Verantwortung zu schaffen, wie es aus astrologischer Sicht angezeigt ist. Die Gestaltung notwendiger gesellschaftlicher Grundlagen hadert mit einem überspitzten und idealisierten Begriff von Individualismus. Eine Pattstellung, in der aufständische Bewegungen für einen Rückschritt zum Altvertrauten kämpfen, während Veränderungen und Neuerungen Zwang vermitteln und erst einmal grosse Erschwernisse zu bringen scheinen... Nicht gerade verlockend. Es lässt sich nicht einwandfrei unterscheiden, was uns letztendlich vorwärts bringt, und was für Rückschläge sorgt. Ein  mühsamer Fortschritt steht gegen eine repressive Rebellion. In diesem Prozess kristalisieren sich neue Gesellschaftsformen heraus.

 

Es wird aus Unzufriedenheit, aber auch aus purer Ungeduld, gegen Verbote und Zwänge rebelliert. Wenn man aber darüber hinausblickt, sind sehr viele gesellschaftliche und berufliche Rollenbilder, Erwartungen und Strukturen weggebrochen und ganze Lebensentwürfe haben ihre Gültigkeit verloren. Steht nicht hinter all der Auflehnung auch Angst vor dem plötzlichen Fehlen von vertrauten Strukturen und Vorgaben? Denn dadurch fehlt es uns an Orientierungsmöglichkeiten, an Leitsystemen, und wir werden auf uns selbst zurückgeworfen. Wieviel Freiheit vertragen wir in dieser Hinsicht wirklich? Wir haben den Drang, uns aus Zwängen und beengenden Zuständen zu befreien, hadern aber gleichzeitig mit unseren Zielen und Vorstellungen. Wir stellen uns selbst auf die Probe und zweifeln an neuen Möglichkeiten. Zwischen Gewissenhaftigkeit und Risikofreude geht es immer wieder einen Schritt vor und einen Schritt zurück, oder auch mal zwei. Auch, wenn das alles noch so nervt und frustriert, letztendlich bringt es und weiter, denn diese Einflüsse halten uns davon ab, unrealistische Dinge zu verfolgen oder in Leichtsinn zu verfallen. So unpopulär dieses Prinzip auch sein mag, nun heisst es: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Während schnelle Vorstösse immer wieder für Konflikte sorgen, können Disziplin und Einschränkungen letztendlich zu soliden und wohlverdienten Ergebnissen führen.

 

Dort, wo es Veränderung und Fortschritt gibt, stehen gleich die ersten Widerstände und Prüfungen an. Krisen führen zu Rückschlägen oder fordern eine Revidierung. Dies ist jeweils eine Machbarkeitsprüfung. Wir werden immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, um nicht nur Luftschlösser zu bauen. Geprägt wird diese Zeit von politischem Tauziehen, vermehrten politischen Extremen, Machtübernahmen und Grenzkonflikten, sei es um tatsächliche Grenzen zwischen Staaten, oder um Definitionen und Einflussbereiche. Neben grösseren Klimakrisen werden auch die Lebensmittelproduktion und die Landwirtschaft vermehrt im Fokus stehen: neue Technologien und weitere Industrialisierung und Automatisierung einerseits, Nachhaltigkeit und Gesundheit andererseits. Auch der Finanzsektor ist im Umbruch. Neue Technologien und Protokolle sowie deren Reglementierung spielen eine zentrale Rolle.

Es ist eine Phase, in der wir an der Richtung, die wir eingeschlagen haben, an den Zielen, zu denen wir unterwegs waren, zweifeln müssen. Wir werden mit Konsequenzen konfrontiert und sollten unsere unseren Weg kritisch betrachten und überdenken - dies geht zurück zu grossen Themen wie Umweltschutz, Energiequellen und Ressourcen, und sogar Weltfrieden, die in den späten 80er Jahren für äusserst dringlich erklärt wurden - und wo stehen wir jetzt? Kurskorrekturen können erzwungen werden. Verantwortung wie auch Veränderung werden eingefordert.

 

Dies ist ausserdem ein Generationskonflikt - während aus Erfahrung und Überlieferung entstandene Weisheit und Autorität lebenswichtige Orientierung bringt, müssen wir doch alte Prägungen loswerden, um überhaupt ausserhalb der ausgetretenen Pfade denken zu können. Hier liegt die grosse Chance: wir haben nun Gelegenheit, die Dinge wirklich anders zu sehen und neu zu denken. Doch können wir nicht einfach alles nach Lust und Laune gestalten - wieder und wieder werden wir dabei mit unabänderlichen Tatsachen konfrontiert werden. So bleibt es ein Ringen: zwischen dem, was wir loswerden wollen, und dem, was wir zurücklassen müssen. Dem, was wir gestalten wollen, und dem, was wir akzeptieren und berücksichtigen müssen. Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen zu viel Balast und zu viel Auftrieb, bei dem wir einerseits experimentieren, zugleich aber die Naturgesetze beachten müssen. Jedes Scheitern, jede Einschränkung und Mühe ist aus astrologischer Sicht eine Kurskorrektur, die letztendlich zu nachhaltigen Lösungen und dauerhaften Ergebnissen führt. Ob diese Erkenntnis dabei hilft, den Frust zu bekämpfen und die Hürden zu überwinden?

Diese Art von Dauerspannung bedeutet Stress, und kann auslaugend und belastend für Körper und Geist sein. Unter diesem Einfluss stehen auch körperliche Bedürfnisse und Grenzen mit mentalen Ambitionen und Belastungen im Konflikt. Jetzt ist es besonders sinnvoll, für gute Ernährung und ausreichend Entspannung zu sorgen. Am Besten direkt einplanen!

 

Besonders geeignet: Gezielt Spannung und Stress abbauen, bevor es zu Entladungen kommt, für die körperliche Gesundheitheit auf Ernährung und Bewegung achten und die mentale Gesundheit durch Gelassenheit und eine ordentliche Prise Realitätssinn fördern, Ideen und Initiativen auf Machbarkeit prüfen, Verzögerungen und Hindernisse als Chance für Optimierung betrachten, Geduld und Disziplin üben, nicht alles, was einschränkt, gleich über Bord werfen - es könnte eine wichtigere Rolle spielen, als wir glauben!

Betroffene Bereiche/Themen: Gesellschaft, Aufbruchstimmung, mentale Strukturen, Ressourcen, Traditionen, Neuerungen, Revolution, Realitätsbezug, Machbarkeit, Respekt, Verantwortung, Konsequenzen, Erfahrung, Innovation, Individualismus, Freiheit, Umdenken, Technologie, Nachhaltigkeit, Ressourcen, Erfindungen, Landwirtschaft und Ernährung, der virtuelle Raum, Rebellion, Einschränkung, Realtität, Körper, Geist, Spannungen, gemeinsame Grundlagen, Kurskorrekturen

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Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.