Jupiter Saturn Konjunktion

Die Zukunft beginnt

am 21. 12. 2020, 0° Wassermann, ausserdem: Mars in Aktion mit Pluto

Der Beginn eines neuen Zeitalters. Der Beginn einer neuen Gesellschaft. Eine starke Veränderung der Energien. Von Erde zu Luft, von schwer und träge zu leicht und dynamisch, aber auch von stabil und verlässlich zu veränderlich und substanzlos... von yin, passiv und dunkel zu yang, aktiv und hell. Dass dieser astrologische Aspekt genau zur Wintersonnenwende stattfindet, verstärkt die Bedeutung noch. Manche mögen spüren, wie sich die Möglichkeiten öffnen und vervielfältigen, andererseits finden wir weniger Halt. Alles beschleunigt sich. Andere Transite sorgen allerdings noch ein paar Jahre dafür, dass die Erdung nicht ganz verloren geht. Auch hier ändert sich nicht alles über Nacht, denn dies ist ein langer, bedeutender Zyklus. Einige Einflüsse sind schon eine ganze Weile spürbar, zeichnen sich ab, und die grossen Veränderungen werden sich über Jahre entfalten. Und doch: wir erleben jetzt eine signifikante Erneuerung, einen Paradigmenwechsel. Astrologisch gesehen ist dies der Ausgangspunkt für die nächsten 20 Jahre, in diesem besonderen Fall beginnen wir aber auch einen Zyklus von 200 Jahren, und sogar von 800 Jahren. Dies wurde in der traditionellen Astrologie mit der Entstehung einer neuen Weltreligion in Verbindung gebracht. Heute kann man es eher als komplette Neuorientierung bezeichnen.

 

In diesem Zyklus geht es um Dinge, die das menschliche Zusammenleben, unsere Gesellschaft, ausmachen. Demokratische Prinzipien und humanitäre Projekte und Visionen sollten nun wieder an Bedeutung gewinnen. Das Wohl aller steht unter dem jetzigen Einfluss über den Bedürfnissen des Einzelnen - eine negative Auswirkung kann sein, dass Einzelschicksale wenig ins Gewicht fallen. Individualität und persönliche Freiheit spielen allerdings eine grosse Rolle, im Kontext einer neuen Gesellschaftsform. Eigenverantwortung und Respekt, Vernunft, aber auch eine gewisse Distanzierung, Themen, die im vergangenen Jahr so starke Betonung gefunden haben, bilden nun die Voraussetzung für eine Gesellschaft der Vielfalt. Aufbruchstimmung hin zu einem neuen Miteinander, Dezentralisierung von Macht und Abflachung von Hierarchien sind mögliche Auswirkungen. Idealerweise bedeutet dies auch eine Entwicklung zu Gleichbehandlung auf allen Ebenen. Die Überwindung von Rassismus und Ideen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen passen hierhin. Andererseits entsteht eine immer grössere Vielzahl an Gruppierungen, die jeweils ihren eigenen Idealen folgen. Autonome Communities könnten nach und nach gewohnte staatliche Strukturen ersetzen. Es ist Zeit für Konzepte und Visionen, die zu einer idealen - oder idealisierten - Gesellschaftsform führen, in der jeder Einzelne sich frei entfalten kann. Es geht allerdings auch um die Arbeit und das Verantwortungsbewusstsein, die für die Umsetzung einer Vision erforderlich sind. Wir entwerfen die neue soziale Architektur.

 

Möglich ist das Entstehen neuer, selbsternannter Eliten, die nicht Zugehörige als Aussenseiter erscheinen lassen oder zu Ausgestossenen machen. Überwachung durch Technologie oder weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben könnten ein Thema sein - im vergangenen März gab es einen Vorgeschmack auf die extremeren Auswirkungen. Die Hoffnung auf gesellschaftliche Öffnung und Bewegnungsfreiheit durch eine wirksame Impfung ist ebenfalls ein deutliches Vorzeichen der neuen Entwicklungen - wie auch die Abstraktion von Menschenleben und Schicksalen in Daten, Zahlen und Statistiken bezeichnend für diese objektivierende Zeitqualität ist. Unter dem jetzigen Einfluss sind ausserdem rasante technologische Entwicklungen zu erwarten. Entsprechende neue Standards und Protokolle, zum Beispiel in der Kommunikationstechnik, sollten eine nachhaltige und verantwortete Entwicklung sicherstellen. Wissenschaftliche Errungenschaften können grosse gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen. Themen wie Bioengineering, die Verschmelzung des Technischen mit dem Organischen, Avatare, die Optimierung und Erweiterung des menschlichen Gehirns oder unsere Einbindung in digitale Netzwerke - alle möglichen Szenarien, die auch heute noch eher als Science Fiction anmuten, werden sich rasant durchsetzen. Künstliche Intelligenz bestimmt mehr und mehr den Alltag. So könnten auch technologische Neuerungen und Entscheidungen bewirken, dass neue Insiderkreise entstehen und dadurch andere zu Aussenseitern werden. Die Erforschung des Weltalls und Themen wie Weltraumtourismus und extraterrestrisches Leben werden ebenfalls Aufwind erfahren.

 

Insgesamt dürften sich immer mehr Lebensbereiche von materiell hin zu virtuell, digital und immateriell entwickeln: Kontakte und Beziehungen haben sich schon vor dem Gebot des Abstands stark in diese Richtung verschoben. Fast alles lässt sich inzwischen ohne 'Papierkram' oder persönliche Anwesenheit erledigen. Onlineshopping und Teleworking waren auch schon vor Jahren Schlagworte. In Sachen Bildung haben sich Welten geöffnet. Im diesem Jahr fanden nun auch Schule und weitere Arbeitsbereiche phasenweise online statt, Meetings sind fast ausschliesslich in den virtuellen Raum verlegt worden. Auch die Finanzwelt verabschiedet sich von Bargeld und anderen konkreten Dingen (wie vielleicht Bankfilialen, aber auch traditionellen Wertanlagen), und verlagert sich, eventuell sogar sehr rasch, in die digitale Welt der Kryptowährungen. Netzwerke, Follower und Likes sind schon seit einer ganzen Weile dabei, 'alte' Statussymbole und Machtmechanismen abzulösen und Daten sind eine Währung für sich. Materieller Besitz kann an Bedeutung verlieren, während ideelle Werte, Vernetzung und immaterielle Konzepte und Inhalte neue Massstäbe setzen.

Die mentale, psychiche Verfassung und Gesundheit werden zunehmend als Grundlage für körperliche Gesundheit und Wohlbefinden betrachtet werden. Problematisch kann es werden, wenn Gesundheit im Namen des schnellen Fortschritts ausser Acht gelassen wird. Infrastruktur, Transportmittel und Reisen könnten ganz neue Formen annehmen. Viele solcher Entwicklungen nahmen vor ungefähr 40 Jahren ihren Ausgang, haben sich aber fast unmerklich integriert. Die Entstehung des PCs war ein Ausgangspunkt, es gab Vorläufer des Telebankings und der Automatisierung, oder die Entwicklungen in der Arbeitswelt von messbarer, greifbarer Produktivität hin zur Aufwertung von Ideen und Konzepten, und der starken Ausweitung der Dienstleistungsbranchen. In den vergangenen 20 Jahren haben sich neue Technologien, Arbeitsbereiche und Kommunikationsformen in unserem Alltag manifestiert. Nun vollziehen sich in diesen Bereichen Quantensprünge. Anstatt die Neuerungen in unsere konkrete Welt zu integrieren, könnte es sein, dass wir in die virtuelle Welt der Technologien umziehen. Ebenfalls in den 80er Jahren war die Zerstörung der Umwelt plötzlich ein Thema - jetzt werden auch Umweltthemen und Klimaschutz wesentlich mehr Aufmerksamkeit verlangen. Eine mögliche ungünstige Auswirkung wäre, dass Krankheitserreger sich leichter über die Luft übertragen lassen.

 

Auch im persönlichen Bereich beginnt eine neue Wachstumsphase. Wir können nun ganz neue Interessen entwickeln, neue Formen von Gemeinschaft entdecken und zu völlig anderen Ausdrucksformen finden - in Zeiten wie diesen fast unumgänglich. Nun sollten sich wieder mehr Entfaltungsmöglichkeiten für kreative Ideen bieten. Wenn wir selbstbewusst unseren eigenen Platz in der Welt finden, unsere Talente nützen und teilen, können wir grossherzig anderen dabei helfen, sich selbst als wichtigen Teil der Gesellschaft wahrzunehmen. Und so auch ohne körperliche Nähe lernen, füreinander da zu sein. Experimentierfreude und Offenheit können uns nun viel bringen. Wenn man zu einer ganz neuen Perspektive findet, tun sich unzählige Möglichkeiten auf.

Alles dreht sich um Ideen - allerdings könnten wir uns dabei in unserer ganz eigenen Welt verlieren und etwas abgehoben scheinen... Geistige Disziplin, mentale Praktiken und Atemtechniken sind Werkzeuge, mit denen wir optimal für neue Aufgaben ausgerüstet sind. Der Kontakt zu Interessengemeinschaften und Freunden, und natürlich echte Herzlichkeit und Freude bewahren uns vor einem Gefühl der Haltlosigkeit. Dieser Einfluss kann unsere Nerven zum Flattern bringen oder Verwirrung hervorrufen. Gerade jetzt ist es wichtig, in der Natur zu sein und uns besonders gut um unseren Körper und seine Bedürfnisse zu kümmern. Wenn wir uns etwas überfordert fühlen und die Zeit davonzulaufen scheint, sollten wir vor allem Geduld mit uns selbst haben. Die vielen neuen Ideen können uns auch dabei helfen, Dinge zu entdecken, die richtig Freude machen und neue Spielräume öffnen. Ausgefallen und ausgeflippt ist das neue Normal.

 

Während wir einen neuen, zwanzigjährigen sozioökonomischen Zyklus beginnen, lassen wir 200 Jahre Materialismus hinter uns. Mit der Industrialisierung begannen neue Gesellschaftsformen und Hierarchien, aber hier nahm auch die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen wie fossilen Brennstoffen ihren Ausgang. Dies ist ein Teil des Zyklus, um den es nun geht. 800 Jahre ist es her, dass das Element Luft in dieser Weise die Entwicklungen unser Welt geprägt hat. Damals verlor die Kirche an Macht über Regierungen und Gesellschaft. Die Magna Carta stand am Beginn dieser Entwicklung. Schon früher formuliert, wurde sie unter diesem astrologischen Einfluss angewandt. Sie wird sogar als Grundstein der Menschenrechte betrachtet. Dies ist noch nicht das Wassermannzeitalter - diese Einflüsse bringen allerdings einen Vorgeschmack. Und dienen sicher als Vorbereitung und als Übergangsphase.

 

Mit dem vergangenen Jahr haben wir allerdings noch nicht alles abgeschlossen; einige der Themen begleiten uns weiterhin. Wir werden nach wie vor mit den so gern verdrängten Themen Leid und Tod, aber auch Missbrauch, Kontrolle und Verrat, konfrontiert. Ein weiterer Aspekt kann Machtkämpfe und Gewalt wieder auflodern lassen. Gleichzeitig liegt hier die Kraft der Veränderung, ein starker Antrieb für neue Initiativen. Die Destabilisierung oder Prüfung von traditionellen Strukturen geht nun auf mehreren Ebenen voran. Dabei starten wir aber in die Phase der Erneuerung uns des Aufbaus. Während diesen Jahres waren die Veränderungen extrem, allerdings schien es auch wie eine Art Stillstand; nun beginnen die Dinge sich in rasantem Tempo zu entwickeln. Vieles gerät in Bewegung. Eine zukunftsorientierte Dynamik entfaltet sich.

 

Besonders geeignet: offen sein für alle Ideen und Möglichkeiten, sich bewusst erden: z.B. durch Spaziergänge in der Natur, Qi Gong, Atmung, das Miteinander neu erfinden: eine neue Form von Gemeinsamkeit entstehen lassen, Neues willkommen heissen, Unterschiede als bereichernde Vielfalt betrachten und das Gemeinsame in den Mittelpunkt stellen, der Neugier folgen und Visionen gemeinsam umsetzen, die ideale Zukunft visualisieren, die eigene Besonderheit zum Ausdruck bringen, sodass die Gemeinschaft dadurch bereichert wird

Betroffene Bereiche/Themen: Nerven, der mentale Bereich, Fuss-/Sprunggelenke, Gesellschaft, Menschheit/Menschlichkeit, Menschenrechte, humanitäre Projekte, Gleichstellung, sozioökonomische Entwicklung, Gruppen, Interessensgemeinschaften, Eliten, Aussenseiter, Individualität, Ausdruck, Vielfalt, Machtwechsel, Paradigmenwechsel, Fortschritt, Forschung, Wissenschaft, Rationalität, Objektivität, Perspektive, Übersicht, Diversifikation, Selbstbestimmung, Aussergewöhnliches, Umwelt, Erdatmosphäre, Luft, Luftfahrt, Weltraum

Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zum Geburtshoroskop bilden.

Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.