Neumond und Sonnenfinsternis am 30.04.2022

um 22:28 Uhr, Sonne und Mond 10° Stier, partielle Sonnenfinsternis mit Uranus, in Kooperation mit Mars, Venus trifft Jupiter, Merkur in den Zwillingen

 

Sonne und Mond 10° Stier

Erde, Fix, Yin

Beständigkeit, Stabilität, Komfort, Geduld

Trägheit, fehlende Flexibilität, Schwere

 

Stier: Hals, Nacken, Sinnesorgane

Sakralchakra, Schaffenskraft, Fruchbarkeit

Selbstliebe, Selbstwert, Zufriedenheit

Kontakt zur Natur, Urvertrauen, mit allen Sinnen erleben

 

Kosmische Stimmung: Fruchtbar. Diese partielle Sonnenfinsternis bringt Erneuerung und konkrete Veränderung. Obwohl dies Unsicherheit verursacht, geht es letztendlich darum, neue und nachhaltige Ressourcen zu erschliessen. Es ist eine fruchtbare Zeit, Innovation und Kreativität manifestieren sich. Auch Menschlichkeit und Mitgefühl werden konkret umgesetzt. Es ist von grosser Bedeutung, was wir jetzt säen.

Stabilität neu erfunden

Dieser Neumond macht uns bewusst, dass wir eine stabile, verlässliche Basis brauchen, um das Leben geniessen zu können. Denn vor allem wollen wir uns nun den Freuden des Frühlings und des Lebens widmen, das Leben in vollen Zügen und mit allen Sinnen auskosten. Das geht aber nur, wenn wir uns sicher sein können, dass zumindest die lebenswichtigen Grundbedürfnisse gedeckt sind. Wir brauchen alle unsere eigene Art von Absicherung, sei es in Form von Geld, Vorräten, Besitz, oder auch besonderen Talenten, auf die wir immer zurückgreifen können. Und auf diesem Polster können wir uns hoffentlich auch zwischendurch zurücklehen, Ruhe finden, und das Leben einfach geniessen.

 

Dieser Neumond ist jedoch gleichzeitig eine partielle Sonnenfinsternis (bei uns allerdings nicht sichtbar) und kann gerade diese Stabilität und diesen bewährten Rückhalt erschüttern. Die Dinge, auf die wir uns verlassen haben, sind vielleicht auf einmal nicht mehr da, oder geben uns nicht das, was wir brauchen. Das kann uns dazu bringen, ganz neue Ressourcen zu erschliessen, unsere Situation ganz anders zu betrachten. Und unter Umständen überhaupt unseren bisherigen Lebensstil in Frage zu stellen, uns von Dingen, von Besitz zu verabschieden und uns etwas Neues zu erschaffen. Vielleicht sehen und bewerten wir die Dinge einfach nur anders. Wir könnten sogar plötzlich ganz und gar davon hingerissen sein, etwas ganz ausgefallenes auszuprobieren. Die äussere Welt, die Dinge, mit denen wir uns identifizieren, werden in einer Sonnenfinsternis ausgeblendet, der Fokus richtet sich nach innen, währenddessen kann eine Erneuerung stattfinden - wenn die Sonne wiederkehrt, beleuchtet sie eine andere Welt, ein erneuertes Bewusstsein... nur symbolisch, oder auch ganz konkret?

 

Es kommt zu Bewusstsein, das wir letztendlich uns selbst Rückhalt und Sicherheit bieten, besonders dann, wenn äussere Sicherheiten sich verändern. Darum geht es letztendlich: was brauchen wir, um zufrieden zu sein? Es ist eine Form von Selbstbestimmung, wenn wir unser Wohlbefinden, unseren persönlicher Frieden, nicht von anderen abhängig machen. In uns selbst ruhen. Diese Sonnenfinsternis spricht natürlich auch ganz besonders die Selbstversorger an: sich selbst ganz konkret zu ernähren und mit allem Nötigen zu versorgen, ohne auf andere angewiesen zu sein. Die Sonnenfinsternis kann unsere Sichtweise, unseren Zugang zu diesen Themen gänzlich verändern. Vielleicht mit einem schlagartigen Impuls, vielleicht in einem Prozess, der sich über das kommende Jahr entfaltet. Unsere Grundlagen ändern sich. Der sonst stabile Boden ist in Bewegung. In allen Bereichen kann es Überraschungen, Umbrüche, Erneuerung geben.

 

Gerade erst hatten wir wieder zu etwas mehr Erdung und Kontakt mit der Realität gefunden, wird die Lage auch schon wieder instabil, und alles scheint sich zu beschleunigen. Neugier und neue Ideen locken uns zu anderen Themen, es gibt so viel zu erfahren, neue Kontakte öffenen neue Sichtweisen, vielleicht dürfen wir zwischendurch auch ein bisschen verrückt sein... Doch gleichzeitig entfaltet sich eine süsse Simmung, in der wir einzelne Momente viel intensiver als sonst erleben, erfahren - voller Zauber, vielleicht sogar mit einem Ausblick in andere Dimensionen.

Unter diesen Einflüssen können wir die Insipirationen der vergangenen Wochen, die Träume, die nicht von dieser Welt sind, zu uns herabholen und in konkrete Formen zu bringen. Dies kann eine sehr fruchtbare Zeit sein, es ist eine Phase der Manifestation. Die unbegrenzten Möglichkeiten der Kreativität wollen handwerklich umgesetzt werden. Auch Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe nehmen nun konkrete Formen an. Besonders wenn wir zusammenfinden, um uns gemeinsam für ein höheres Ziel einzusetzen, können wir jetzt ungeahntes bewirken. Doch die vielleicht grösste Botschaft in diesem Impuls zur Erneuerung ist, nichts als selbstverständlich zu betrachten, für das, was man hat, dankbar zu sein. Loszulassen, den Lauf der Dinge hinzunehmen, und auch unter turbulenten Bedingungen die Ruhe und das Vertrauen nicht zu verlieren, die Schönheit um uns herum zu erkennen und auch wirklich zu schätzen. Im Loslassen und sich Öffnen heissen wir Neues willkommen, und alte Belastungen, die uns einschränken, weichen neuen Möglichkeiten.

 

Diese Tage bergen allerdings die Gefahr einer regelrechten Genusssucht, in der wir es nur noch bequem haben wollen, nur noch essen, naschen und shoppen. Wir empfinden die körperlichen und sinnlichen Genüsse nun intensiver, und es ist eine schöne Gelegenheit, dies ein paar Tage lang auszukosten - wenn wir das Risiko von zusätzlichen Kilos oder einem leeren Konto richtig einschätzen. Eine weitere Betonung unserer Beziehung zu Geld, Lebensmitteln und Genuss. Man sollte sich aber durchaus etwas gönnen.

 

Alten Traditionen zufolge sollte man jedoch direkt während einer Finsternis nicht essen oder trinken. Finsternisse stellen kosmische Portale dar, die neue Energien und Seinsformen hereinlassen, während alte entweichen können. Der Moment eignet sich besonders für Rituale, in diesem Fall rund um Fülle, Urvertrauen, Fruchtbarkeit, aber auch Selbstliebe und Dankbarkeit.

 

Aufrüttelnd

Unsere Wohlstandsgesellschaft wird durchgerüttelt. Sie wird nicht schlagartig zusammenbechen, doch es gibt nun immer wieder neue Beben. Unser Wohlstand und Komfort lässt sich nicht so ganz mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz vereinbaren. Für Landwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie und unseren Umgang mit Ressourcen gibt es immer neue Weckrufe, ein Umbruch ist im Gange. Dies ist ein Prozess, in dem es gerade jetzt und über die nächsten eineinhalb Jahre starke Impulse zur Veränderung und Erneuerung gibt. Es geht darum, die Grundversorgung auf eine vollkommen neue, nachhaltige und stabile Basis zu stellen. Es gibt Einbrüche und Innovationen, Ausfälle und ganz neue Perspektiven und Visionen. Während auch die Astrologie insgesamt ein 'Zurück zur Natur' vorgibt, sind innovative und umstrittene Entwicklungen wie künstliche Nährböden und artifizielle Nahrungsmittel nicht auszuschliessen.

Genauso werden altvertraute Finanzstrukturen erschüttert, durch neue Konzepte und besonders durch digitale Systeme ersetzt.

Auch das Kriegsgeschehen dürfte sich nun noch stärker auf Ressourcen und Finanzen konzentrieren. Aus astrologischer Sicht geht es auch in diesen Entwicklungen jetzt hauptsächlich um den Umgang mit Ressourcen, um ein totales Umdenken in Sachen Energie und Nachhaltigkeit.

Doch vor allem ist diese Sonnenfinsternis ein ganz wichtiger Moment, um in Friedensbemühungen Einigkeit zu zeigen, das Wohl aller in den Vordergrund zu stellen und auch konkrete Hilfsprojekte zu realisieren.

Nach wie vor liegt eine sehr starke Betonung auf unserer kollektiven Verantwortung. Es ist entscheidend, dass wir als Gesellschaft nicht nur unsere Verantwortung wahrnehmen und uns für Nachhaltigkeit statt Ausbeutung entscheiden, sondern auch in Technologisierung und Forschung eine aktive Kontrollfunktion wahrnehmen. Insgesamt sind wir auf der Suche nach einer neuen Basis, einer neuen Stabilität - die nur durch ganz andere, unerprobte Zugänge gefunden werden kann.

 

Wie geht es weiter?

Dies ist eine extrem spannende Zeit, mit gewaltigem Potential für Veränderung und Erneuerung - und Instabilität. Doch nach wie vor mit positiven und hilfreichen Einflüssen,  durch die alles etwas abgemildert wird, und die Übergänge sich weicher und harmonischer gestalten. Wir sollten uns aber auch nicht von einer rosaroten Brille über die Tragweite der Ereignisse - und Chancen - hinwegtäuschen lassen.

Es gibt nun wieder einige Taktwechsel. Schon ab Dienstag wird eine deutliche Veränderungen in der allgemeinen Gestimmtheit spürbar: nachdem wir uns in letzter Zeit eher treiben lassen wollten, machen uns nun wieder auf die Jagd, um unsere Wünsche erfüllt zu bekommen. In der zweiten Maiwoche schliesslich, ziemlich genau am 11., folgt ein noch deutlicherer Schritt aus den Traumwelten heraus: wir setzen uns nun ganz konkret für unsere Ideale ein. Wo schon eine Beschleunigung spürbar war, folgen nun neues Feuer, neue Begeisterung, auf eine Phase der Passivität. Alles wird impulsiver, aber auch unberechenbarer. Dies kann auch die globalen Konflikte anheizen - nachdem schon die Folgen der Sonnenfinsternis einiges in Aufruhr bringen. Obwohl hier vermeintlich stabile Bereiche langfristig verändert werden, ist noch mehr im Gange - auf einer viel tieferen Ebene intensiviert sich die Verschiebung der Machtgefüge dieser Welt.

Am 16. Mai folgt die Mondfinsternis, ein weiterer Wendepunkt, eine weitere Chance.

 

"Ruhend in mir selbst, finde ich auch in turbulenten Zeiten Frieden"

 

Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zum persönlichen Geburtshoroskop bilden.

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Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.

 

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