Mondknoten wechseln das Zeichen

Abwechslung statt Einigeln

Mai 2020 bis Februar 2022 in den Zeichen Schütze und Zwillinge

 

Was bedeutet dieser Transit? Der absteigende Mondknoten steht für die Vergangenheit, für eine Last, die wir ablegen. Gleichzeitig sollen wir uns dem Wert früherer Erfahrungen und erworbener Fähigkeiten bewusst werden und sie auf dem Weg in die Zukunft einsetzen.

Der aufsteigende Mondknoten zeigt uns den Weg, dient als Kompass. In diesem Bereich gilt es, Erfahrungen zu sammeln und Neues zu beginnen.

 

Der absteigende Mondknoten wechselt nun, am 5. Mai, in das Zeichen Schütze, der aufsteigende Mondknoten in das Zeichen Zwillinge. Und zwar mit grossem Nachdruck: praktisch gleichzeitig steht Merkur, Herrscher des Zeichens Zwillinge, im Herzen der Sonne, Venus bereitet sich im Zeichen Zwillinge auf die Rückläufigkeit vor, Merkur und Sonne werden bald in das Zeichen Zwillige einziehen - dies sei nur erwähnt, um die momentan starke Betonung dieser Themen zu verdeutlichen.

 

Was erwartet uns? Insgesamt eine fast leichte Stimmung, mehr Bewegung, Geschäftigkeit und Abwechslung, aber auch Ablenkung und Zerstreuung bis hin zur Oberflächlichkeit. Wir sollten uns unbedingt bemühen, vor lauter Bäumen den Wald nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Eine Vielzahl von Meinungen und Standpunkten ersetzt 'die objektive Wahrheit'. Statt weiter die Welt zu erkunden und zu erobern, sehen wir uns wieder in unserer direkten Umgebung um.

Während die internationale Reisefreiheit stark eingeschränkt bleiben wird, stehen viele Folgen und Auswirkungen der Globalisierung nun in der Kritik. Fernreisen werden abnehmen, auch internationale Handelsbeziehungen werden sich ändern. Dafür rückt der regionale Aspekt stärker in den Fokus. Der Handel wird sich zunehmend auf den regionalen Bereich zurückbesinnen. Nachbarschaftliche Netzwerke können einen grösseren Stellenwert erlangen.

Bildungssysteme dürften über die nächsten Jahre einen völligen Wandel durchlaufen, das gilt für den Basisunterricht wie auch für höhere Bildung. Der sogenannte 'Frontalunterricht' könnte sich als überholt erweisen. Bildung, Flexibilität und Vielseitigkeit werden auch den neuen Arbeitsmarkt prägen. In manchen Bereichen ist hier sogar eine Hinwendung zu Nachbarschaftshilfe und Tauschhandel im Rahmen der Erwerbsarbeit denkbar. Es besteht der Trend zu verschiedenen Tätigkeiten, mehreren Standbeinen. Arbeitsverhältnisse werden sich zu einem grossen Teil noch flexibler und kurzfristiger gestalten.

Informationen stehen in immer grösserer Menge immer unmittelbarer zur Verfügung - problematisch dabei ist, dass die schiere Menge der Informationen den eigentlichen Inhalt, die Botschaft und die Quelle immer mehr ausblendet. Information um der Information willen. Fake News werden noch stärker zum Thema. Social Media werden einen weiteren Aufschwung erfahren. Eine Veränderung unserer gesamten, insbesondere städtischen, Infrastrukturen könnte eingeleitet werden.

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir Fanatismus in Glaubensfragen erleben, was sowohl Religion als auch Fragen der Ethik und verschiedene Grundsatzthemen betrifft. Neue Gurus werden Kreuzzüge für 'die Wahrheit' führen. Auch Migrationsthemen werden uns wieder stärker beschäftigen. Kulturelle Differenzen, der kulturelle Diskurs und die Religion stehen dabei im Vordergrund. Die Philosophie kann wieder stärker auf den Plan treten, um eine neue Welt der Kulturen zu entwerfen und neue Ideale zu erschaffen.

 

Dieser Umschwung kann grossen Freiheitsdrang und sogar abenteuerliche Risiken, Spekulationen und kompromisslose Beschlüsse mit sich bringen.

Es ist Zeit, unsere ureigene Wahrheit anzuerkennen und mitzuteilen, aber auch die Meinunsvielfalt und kulturelle Unterschiede zu respektieren. Idealerweise finden wir zu unserer Intuition und hören im Alltagsleben auf sie. Denn sie kann uns zeigen, was in dieser Unmenge von Themen, Informationen und Nachrichten von Bedeutung ist.

Der Sicherheitsgedanke tritt zurück hinter Neugier, Abenteuerlust und Tatendrang. Wir wollen alles sehen, hören, wissen. Dabei dürfen wir nicht auf das Zuhören und Nachdenken vergessen.

 

Besonders geeignet: finden von neuen Möglichkeiten, Kontakte knüpfen, Bildung, Neuorientierung, geistige Beweglichkeit, regionaler Handel, sich mitteilen, Neues kennenlernen und verstehen, kulturelle Vielfalt, neue Wege

 

Betroffene Bereiche/Themen: Hände, Arme, Intelligenz, Denkprozesse, der mentale Bereich, Sprache, Schrift, Bildung, Interesse, Information, Handel, Infrastruktur und Verkehr, Kontakte, Kommunikation, Nachbarschaft, Wendigkeit, Vielseitigkeit, Ideale, Philosophie, Glaube

Oberflächlichkeit, Leichtsinn, Zerstreuung, Täuschung, Unaufrichtigkeit, Fanatismus, Rechthaberei, Dogmen, Kompromisslosigkeit

 

 

Hier eine Zusammenfassung zu einer Phase, die nun zu Ende geht. Die Themen von Steinbock und Krebs sind gerade jetzt so stark hervorgetreten, dass ich sie noch kurz ansprechen möchte. Was in den verganen eineinhalb Jahren auf der Tagesordnung stand:

 

Kollektiv ging es darum, Institutionen, Staatsformen, politische und administrative Strukturen in Frage zu stellen. Was ist veraltet und überholt? Was wollen wir in die Zukunft mitnehmen, was lassen wir zurück? Verhärtung der Fronten, Machtmissbrauch und  Krisen verschärfen die Lage, bis Veränderungen unumgänglich sind.

Wir alle sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen, Selbstbestimmung zu üben und auf vernünftige und beständige Weise an der Umsetzung klarer Ziele zu arbeiten.

Wir sollen die Rollen, die das öffentliche Leben und unser Erfolgshunger uns vorschreiben, ablegen, und uns auf Herzensangelegenheiten besinnen, ein Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie, öffentlich und privat finden.

Geschlechterrollen, Gleichstellung, Familie, Nationalismus, Staatsformen, Autorität, Autoritäte Systeme, Zwang, Ängste, Traditionen und Grenzen, öffentliche und persönliche Sicherheit waren Kernthemen dieser Zeit.

Und nun, zu guter Letzt: wir mussten buchstäblich das Berufsleben, die Öffentlichkeit, gegen Heim und Familie eintauschen! Die Erschütterung von althergebrachten Strukturen hat persönliche und emotionale Unsicherheiten wachgerufen. Wo das Erbringen von Leistung und die Erfüllung von Anforderungen die Gefühlswelt verdrängt hat, sehen wir uns nun mit uns selbst konfrontiert... Teilweise sind wir gezwungen, uns mit unserer Gefühlswelt, unseren Ängsten auseinander zu setzen. Die alten Sicherheiten sind nicht mehr gegeben, wir müssen für uns selbst eine neue Form von Geborgenheit finden. Ausserdem lernen wir gerade, emotionale Nähe und räumliche Nähe zu trennen.

Die Mondknoten wechseln zwar jetzt das Zeichen, diese Themen sind jedoch noch nicht erledigt. Im Juni werden sie uns wieder vermehrt beschäftigen, wenn eine Sonnen- und eine Mondfinsternis uns direkt damit konfrontieren. Im Hintergrund werden diese Herausforderungen bis 2023 andere Entwicklungen dominieren.

Siehe auch: Saturn Pluto Konjunktion 2020