Merkur rückläufig in Wassermann und Steinbock

Zugehörigkeit und Ausschluss

vom 14.01. bis 04.02.2022, spürbar von Ende Dezember 2021 bis in die letzte Februarwoche 2022

 

Die Tage bis zur Monatsmitte werden uns wahrscheinlich immer geschäftiger und auch stressiger erscheinen, wie im Schnellvorlauf. Immer schon beim nächsten Thema, ungeduldig, rastlos. Dies ist keine gute Zeit für durchdachte, längerfristige Vorhaben, sehr wohl aber für plötzliche Einsichten, ausgefallene Ideen und spontane Kurswechsel. Bei Vereinbarungen, Verträgen, Geschäften und Reisen kann es zu Überraschungen und Änderungen kommen. Bei Themen, die uns seit Ende Dezember beschäftigen, sind über die kommenden Wochen Meinungs- und Richtingsänderungen wahrscheinlich. Dies ist der Beginn einer weiteren Phase der Einkehr, der Überprüfung, der offenen Fragen. Achtsamkeit ist jetzt nicht nur eine spirituelle Übung, sondern kann lebenswichtig sein. Entspannungs- und Atemtechniken sollten nun ebenfalls zum Alltag gehören. Tief durchatmen. Ganz bewusst im Moment bleiben.

 

Dieser Einfluss sorgt dafür, dass alles hektischer und dringlicher scheint, und daher Dinge leichter vergessen, verwechselt und durcheinandergebracht werden - und wir Vieles in Frage stellen. Aber das ist noch nicht alles. Während der ganzen zweiten Januarhälfte sind beide inneren persönlichen Planeten, Venus und Merkur, rückläufig. Gemeinsam bestimmen sie, wie wir miteinander und mit der Welt in Beziehung treten. Und genau das wird uns nun zu Bewusstsein gebracht, durch Ereignisse, durch unsere Mitmenschen, durch Nachrichten, oder einfach in unserer eigenen Gefühls- und Gedankenwelt. So oder so, es bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns damit auseinander zu setzen, wie und warum wir uns mitteilen, uns austauschen, uns begegnen, was wir daran schätzen und worauf es ankommt. Je bewusster und achtsamer wir nun im Umgang mit anderen und in unserem eigenen Tun sind, um so leichter können wir Verwirrung und Missverständnisse vermeiden. Es ist eine Zeit, in der wir mit Begegnungen und Beziehungen aus unserer Vergangenheit konfrontiert werden können. Und es ist eine wertvolle Gelegenheit, den Fokus nach innen zu richten, in unserer inneren Welt diesen Themen und ihrer Bedeutung nachzuspüren. Denn was uns begegnet, spiegelt stärker denn je unsere inneren Vorgänge.

Was ist unsere Rolle in unserem Freundeskreis, in Gruppen und Gemeinschaften, denen wir angehören? Gruppendynamik zeigt sich besonders deutlich. Wie funktioniert eine Gruppe, was sind die Gemeinsamkeiten? Begegnen wir einander auf andere Weise, wenn wir einander als angehörige derselbe Gruppe erkennen? Wie verändert dies unsere Perspektive, unsere Wahrnehmung des Anderen? Verhalten wir uns selbst je nach Umgebung anders, verwenden wir eine andere Ausdrucksweise, 'geben' wir uns, je nach Umfeld, anders? Was bedeutet Zugehörigkeit, wenn sie zwangsläufig durch Abgrenzung definiert wird, also Ausgrenzung von nicht Zugehörigen mit sich bringt? Wie finden und definieren wir uns, wie vernetzen wir uns?
Dies ist eine Zeit, in der wir solche Zugehörigkeiten in Frage stellen, vielleicht erkennen, das wir den Gemeinsamkeiten entwachsen sind. Sind unsere Gemeinschaften bunte Communities, die jedem die Möglichkeit geben, seine Einzigartigkeit auszuleben und seine Besonderheit mit anderen zu teilen, oder verhalten wir uns den Erwartungen entsprechend, versuchen so zu sein, wie alle sind, um akzeptiert zu werden? Geht es um uns als einzigartiges Individuum, oder um die Gemeinschaft um ihrer selbst willen? Wie könnte beides gleichzeitig funktionieren: das grosse Ideal des Wassermannzeitalters? Eigentlich ist die ganz zentrale Frage: Wie lassen sich Individualität und gesellschaftliche Verantwortung vereinbaren? Welche Ideen und Konzepte können wir auf diesem Gebiet für eine bessere Zukunft vorbringen? Hier wollen die Konflikte des vergangenen Jahres, die uns ja immer noch begleiten, überdacht, hinterfragt und analysiert werden. Was bedeutet all dies für unser gesellschaftliches Zusammenleben, was können wir daraus lernen? Die Diskussion um eine neue gesellschaftliche Ordnung sollte während dieser Zeit eine ganz zentrale Rolle spielen.

 

Mit Ende Januar und in den ersten Februarwochen geht es besonders darum, die Dinge zu vereinfachen, indem sie auf das Nötigste reduziert werden. Informationen, Nachrichten, unsere persönliche Kommunikation: wie können wir alles klar und verständlich ausdrücken und möglichst unkompliziert auf den Punkt bringen? Generell ist unser Zugang objektiver, kühl distanziert. Die Kommunikation an sich, auch in Social Media und in den Medien, dürfte weniger emotionalisieren, stärker auf eine sachliche Basis achten.

Wie werden wir unnötigen mentalen Balast los, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren? Wie schaffen wir klare, einfache Strukturen, an denen wir uns orientieren - in unserem ganz persönlichen Alltag wie auch als Gesellschaft?

Welche von unseren einzigartigen und ausgefallenen Ideen lassen sich umsetzen, können in der Realität bestehen?

Sogar das nun so oft geforderte eigenständige Denken kann in Frage gestellt werden - denken wir dabei wirklich eigenständig, oder folgen wir einem Trend, alle gemeinsam 'anders' zu denken, und schaffen damit nur eine andere Konformität? Ist 'anders denken' eine Eintrittskarte in bestimmte Gruppen, die eine bestimmte Denkweise voraussetzen? Und wieder ist das Prinzip von Zugehörigkeit (oder sogar einer Elite derer, die besser informiert sind, seien es Skeptiker, Experten o.ä.) und Ausschluss. Wie werden Sprache und bestimmte Kommunikationsformen und Kanäle verwendet und instrumentalisiert, um Zugehörigkeit zu signalisieren, bzw. um auszuschliessen? Und wie lässt es sich anders anders denken?


Fragen werden nun auch zu unserer Beziehung zu Technik und Wissenschaft aufkommen. Wie ist unsere Einstellung zur Zukunft? Was für ein Bild machen wir uns davon? Forschung und neue Erkenntnisse sind zentrale Themen. Fortschritte und wissenschaftliche Errungenschaften, insbesondere des vergangenen Jahres, können nun auf ihre Berechtigung und Gültigkeit überprüft, vielleicht in Frage gestellt werden.

Technische Gadgets und besonders die Kommunikationstechnik stehen im Vordergrund. Wie vernetzt sind wir in dieser Hinsicht? Wo hilft uns die Technik, nicht nur in Kontakt zu bleiben, sondern auch neue Gemeinschaften und Plattformen zu bilden? Wie kann sie den Alltag erleichtern? Wo bewirkt Technik eine Selektion, wird zu einer Hürde und einem Ausschlussmechanismus? Die Möglichkeiten vernetzter Überwachungstechniken können zum Thema werden, wie auch die Automatisierung bzw Digitalisierung an sich. Gerade im Handel, bei Schulen und anderen Bildungsangeboten kann die Verschiebung hin zu Onlineangeboten besonders starke Betonung finden und eine neue Ebene erreichen.

 

Ganz konkret und praktisch gilt in den nächsten Wochen: Wir könnten alle immer wieder dazu neigen, zu denken, dass wir alles besser wissen und die besseren Ideen haben. Wenn wir bewusst zuhören, überlegen und sachlich und nüchtern beurteilen, können wir einige Komplikationen und Misverständnisse vermeiden. Ausserdem lässt uns dieser Einfluss voreilig entscheiden und handeln, oder wir wollen einfach zu vieles gleichzeitig erledigen. Lieber etwas zurückschalten, um Fehler zu vermeiden.
Jetzt ist es besonders wichtig, Backups zu machen, bei finanziellen Transaktionen ganz genau auf alle Details zu achten und alles genau zu prüfen, Lesebestätigungen zu verlangen und besonders Online generell mit Aussetzern und verlorengegangenen Nachrichten und Dateien zu rechnen. Die Kommunikationstechnologie an sich, wie auch Netzwerke und Infrastruktur, wie z.B. Verkehrsnetze in Städten oder auch das Stromnetz, sind nun besonders anfällig. Hier werden Sdchwachstellen aufgezeigt.

 

Es ist eine Zeit, in der man sich am besten öfter Mal geistig zurücklehnt und das eigene Treiben mit einer gewissen Distanz betrachtet, sich selbst beobachtet, relativiert, hinterfragt. So können wir zu einer nüchternen Einschätzung der Dinge gelangen, wo wir sonst emotional und unüberlegt reagieren oder uns sogar überfordert fühlen würden. Jetzt ist es besonders sinnvoll, hin und wieder Abstand zu gewinnen.

Insgesamt wollen wir die Dinge nun neu denken, anders angehen. Der alte Trott mag noch so vertraut und gemütlich sein - er wäre jetzt viel zu langweilig. Ende Januar, Anfang Februar kommt der Realitycheck für die originellen Ideen und Konzepte, und dann geht es schon an die Umsetzung.

Nachrichten, Ideen und Hinweise zu all diesen Themen sind am 23. Januar von besonders grosser Bedeutung und helfen bei einer Neuorientierung.

 

Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zum persönlichen Geburtshoroskop bilden.

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Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.