Merkur rückläufig in den Fischen

vom 26. Februar bis 19. März, spürbar von der zweiten Februarwoche bis Mitte April

Wieder beginnt eine Phase, in der aus Sicht der Astrologie vor allerhand Komplikationen gewarnt wird. Auch wichtige Entscheidungen sollten eher noch vertagt werden. Es besteht eine erhöhte Störungsanfalligkeit, kann zu einer Häufung von Fehlern kommen. Und doch kann dies eine äusserst kreative, bereichernde Zeit sein.

Während der Rückläufigkeit kommt Merkur der Erde am nächsten. Dadurch sind die Themen, die in der Astrologie mit diesem Planeten verbunden werden, besonders stark betont. Dazu gehört der mentale Bereich, unsere Denkprozesse, die Kommunikation sowie alles technische und analytische, ausserdem Handel, Infrastruktur, Logistik und Navigation. Wo eine übermässige Betonung auftritt, kann sich dies in Verwicklungen und Ausfällen äussern. Wo etwas nicht ganz rund läuft, zeigen sich nun etwaige Versäumnisse und Schwachstellen besonders deutlich - um wieder in Ordnung gebracht, überarbeitet, repariert zu werden. Verzögerungen und Unregelmässigkeiten im Strassenverkehr und bei Reisen sind möglich. Das kann für Stress und Ärger sorgen, während alles ganz besonders eilig und dringend scheint. Besonders Ende Februar könnten wir das Gefühl haben, alles gleichzeitig erledigen zu müssen. Doch gerade Multitasking funktioniert jetzt nicht so ganz. Vieles klappt nicht gleich beim ersten Anlauf: wir werden aufgefordert, uns etwas genauer damit auseinandersetzen. Pläne, Termine und Vereinbarungen verlangen in so einer Phase nach Evaluierung. Oft braucht es mehrere Varianten -  und mehrere Anläufe. Dauernde Anpassungen sind gefragt. Ach ja, und es dürfte jetzt besonders wichtig sein, Getränke und andere Flüssigkeiten von technischen Geräten fernzuhalten.

 

Dies ist nicht nur eine weitere Trendwende, sondern eine Zeit grosser Verunsicherung und Instabilität für Handel und Wirtschaft, wobei die Entwicklungen Ende Februar besonders turbulent sein dürften. Handelsbeziehungen wie entsprechende Abkommen können sich auflösen. Infrastruktur und Navigation dürften deutlich störungsanfälliger sein. Technische Störungen häufen sich. Auch in internationalen Beziehungen könnte es Verwirrung und Missverständnisse geben. Es ist eine Zeit der Unklarheit und der Desorientierung, die viele Fragen aufwirft und die meisten auch vorerst unbeantwortet lässt. Jetzt zeigt sich nochmals besonders deutlich, dass viele Orientierungspunkte und Strukturen weggefallen sind und eine Neuausrichtung nötig ist. Der Kurs ist in vielerlei Hinsicht ungewiss. Chaos ist jetzt vorprogrammiert. Doch Chaos ist der Nährboden für kreative und aussergewöhnliche Ideen.

 

Unklar

Gerade noch ging es um ein kollektives Erwachen, um einen grossen Neuanfang, und schon mahnt uns das Universum, innezuhalten, uns zu fragen, um was es hier eigentlich geht. Während sich alles beschleunigt und so viel los ist, erinnert uns dieser Einfluss daran, dass wir nicht immer vorn dabei und am neuesten Stand sein müssen, dass wir den Dingen auch einfach mal ihren Lauf lassen, uns zurücklehnen und durchatmen sollten. 
Merkurs Rückläufigkeit wird immer in Verbindung gebracht mit Pannen und Missverständnissen, da unsere gewohnte rationale Art zu denken und zu kommunizieren beeinträchtigt sein kann. Während der jetzigen Phase dürfte das mehr denn je zutreffen. Es kann insofern eine verwirrende Zeit sein, indem wir uns nicht so wirklich auf den rationalen Verstand, auf unsere Urteilskraft verlassen können. Hier entsteht eine regelrechte Notwendigkeit, uns auf unsere Intuition einzustimmen, zu erspüren, zu erahnen, was eigentlich vor sich geht, denn Logik und Fakten sind nicht gerade verlässlich oder konsistent. Bildhaftes erfassen, Intuitives verstehen, nonverbale Kommunikation treten nun in den Vordergrund - wenn wir es zulassen. Was mitten im Chaos vielleicht nicht ganz einfach ist. Wenn irgend möglich, sollten wir im Alltag mehr Flexibilität erlauben, nicht immer nur nach Plan und nach Schema vorgehen, sondern Platz lassen für Improvisation, für kreative Lösungswege, und dabei andere Zugänge und Sichtweisen erlauben. Diese Wochen sollten wir nach Möglichkeit nicht vollplanen und schon gar nicht genauestens durchorganisieren - oder wenn wir das tun, dürfte es ratsam sein, extra Zeit einzuplanen für Änderungen und Anpassungen, insgesamt etwas mehr Freiraum zu lassen.

 

Man kann es durchaus so sehen, dass die Verwicklungen und Verzögerungen in diesen Wochen uns eigentlich dazu anhalten, nach innen zu schauen, uns weniger von dem ganzen Trubel, von unseren Aufgaben und Tätigkeiten ablenken zu lassen, eher auf unsere innere Welt, unsere Gedankengänge und Gefühle zu achten. Uns zu fragen, um was es hier geht, und wie es uns dabei geht. Sofern die Umstände dies in der jetzigen Zeit zulassen. Doch sollten wir versuchen, die Muße - und damit auch die Muse - zu finden. Mehr denn je kann dies eine Phase der Reflexion, aber auch der Inspiration sein. Die Magie einer andere Art des Sehens, des in-der-Welt-seins, erwartet uns, wenn wir den logischen Verstand hier und da ignorieren, alle Eindrücke einfach nur zulassen und aufnehmen und darüber staunen können. 


Doch ist dies auch eine Zeit des Nachdenkens und der Aufarbeitung. Eine Rückschau der vergangenen Jahre, vielleicht sogar ein Nachdenken darüber, was sich in den letzten fünfzehn Jahren alles entwickelt und verändert hat. Doch auch hier geht es jetzt gar nicht so sehr darum, uns bewusst oder gar analytisch damit auseinanderzusetzen. Es ist ein fast unbewusster, traumgleicher Vorgang, der nun beginnt und dder sich vielleicht auch in Träumen abspielt. Wir könnten das Bedürfnis haben, es mit kreativem Schreiben zu versuchen, zu malen und zu zeichnen, oder einfach mehr Musik zu hören, die Gedanken und den Geist schweifen zu lassen. Uns in einer Erinnerung, in Tagträumen, Traumbildern und Fantasien verlieren. Dabei kann unser Geist sich entspannen, wandern, ganz ohne Zwang. Und scheinbar nebenbei kann so vieles verarbeitet und auch losgelassen werden. Einfach indem es fliessen darf - mit allen dazugehörigen Emotionen, Eindrücken und Bildern, die in so vielfältiger Art und Weise zum Ausdruck kommen können.

Es ist eine Zeit, in der wir ohne Worte leichter kommunizieren, in der wir Bedeutung erahnen und erspüren, wenn wir nur den Stress von uns abfallen lassen. 

 

Dennoch dürften diese Wochen tatsächlich eher ungeeignet sein für fokussiertes, detailgetreues Arbeiten, für komplexe Denkprozesse. Es kann schwerfallen, uns auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Mit der regulären Datenverarbeitung klappt es eher nicht so gut. Auch zu klaren und eindeutigen Entscheidungen werden wir uns nicht durchringen können. Wir können uns jetzt viel leichter täuschen - oder irreführen lassen. Es sei denn, wir stimmen uns tatsächlich auf eine subtilere Art der Wahrnehmung, auf unser Gespür, unsere Intuition ein, sodass wir auf dieser Ebene wissen, was jetzt das richtige ist. Jetzt ist nicht die Zeit, das technische Datenblatt zu studieren, sondern das Wesen der Dinge zu erspüren, ein ganzheitliches Erfassen zu ermöglichen, ohne alles zu zerpflücken und zu analysieren. Ohne zu kategorisieren, zu kontrollieren, einfach sein zu lassen, es so sein zu lassen, wie es ist. Wir können uns jetzt auf energetische, feinstoffliche Wahrnehmungen und Botschaften einlassen, eine andere Art von Information empfangen und entschlüsseln. Und ja, jetzt kann manches etwas surreal erscheinen. Auch unser Zeitgefühl könnte sich ändern, verschwimmen. Alles ist relativ. Vielleicht fühlen wir uns berufen, uns von einem höheren Bewusstsein leiten zu lassen, uns spirituellen und auch metaphysischen Themen zuzuwenden. Wenn wir unsere Wahrnehmung öffnen, beginnen wir zu erfahren, welch faszinierende Dinge es gibt, die nicht messbar, nicht erklärbar sind. Während dieser Zeit könnten wir Zugang finden zu übersinnlichen Wahrnehmungen. Insgesamt sind wir eher auf die rechte Gehirnhälfte eingestimmt - wir sind einfach nur weniger geübt darin, Eindrücke und Informationen auf diese Weise aufzunehmen und zu verstehen. Dieser Einfluss lädt uns ein, diesen Möglichkeiten einfach zu öffnen. Jetzt können wir die Dinge wahrnehmen, ohne sie vorher zu filtern, einzuordnen, zu beurteilen, auszublenden. Das kann etwas überfordern, insbesondere, wenn wir sensitiv sind. Doch gleichzeitig bieten sich hier völlig andere, vollständigere Eindrücke, wenn wir sie zulassen. Können wir still werden, in uns hineinhorchen und uns fragen, was sie uns zu sagen haben? Sind wir bereit, zu staunen, uns zu wundern... an Wunder zu glauben? Die Botschaften und Informationen, die wir jetzt erhalten, dürften sich nicht mit dem Verstand entschlüsseln lassen - genauso wenig dürften sie eindeutig sein, sondern flüchtig, nicht greifbar. 


Reizüberflutung kann jedoch ein Thema sein. Während dieser Zeit dürften wir ein grösseres Bedürfnis nach Ruhe, vor allem nach Stille haben, wir brauchen Zeit, um einfach zu sein, alle Gedanken ziehen zu lassen, den Stress von uns abfallen zu lassen. Kreative Betätigung und Musik helfen uns dabei. Auch können wir uns ganz und gar in Filmen und Büchern, in Geschichten verlieren. Ein Retreat würde sich anbieten, Meditation steht ganz oben auf der Liste. Wir brauchen Zeit und Ruhe, das Chaos einfach einmal chaotisch sein zu lassen. Einfach einmal nicht verstehen zu müssen. Und wer weiss, vielleicht entschliesst sich gerade dann der Sinn... 


Und immer noch, und noch deutlicher, nein, vielmehr undeutlicher, stellt sich die Frage: Was ist Wahrheit? Was ist Realität? Woran orientieren wir uns? Entwickeln wir uns vielmehr in Richtung einer subjektiven Wahrheit, schon allein weil in dieser Vielfalt von Information, in dieser immensen Komplexität, Objektivität unmöglicher wird denn je? Die eigentliche Frage ist wohl: wo finden wir Antworten in Zeiten wie diesen? Doch erst einmal ist es die Unklarheit, die den Raum dafür öffnet, Fragen zu stellen, in Frage zu stellen. Diese Zeit kann uns lehren, wiederum diesen offenen Fragen Raum zu geben, abzuwarten, sie offen zu lassen ohne eine unzureichende Antwort zu erzwingen oder eine leere Erklärung zu akzeptieren.

 

So widersprüchlich und verwirrend alles auch sein mag, ist es nicht doch, in gewisser Weise, ein notwendiger Schritt zu diesem so bedeutenden kollektiven Neubeginn? Ja, es ist von äusserster Wichtigkeit, was wir in Gang setzen, initieren, was wir tun und wie wir es tun, und doch... wie in jedem kreativen Prozess gilt es, loszulassen, damit das, was wir ins Leben rufen, sich entfalten und entwickeln kann. So wie wir jetzt in so grossen astrologischen Zyklen ganz am Anfang stehen, die Impulse für ein neues Zeitalter setzen, und doch nicht erkennen, nicht wissen können, was daraus wird, wohin es führt... Während wir auf einer anderen Ebene unseren kollektiven Kurs überdenken, in Frage stellen, vielleicht zu korriegieren? Ist überhaupt jemand am Ruder? Und wohin treiben wir?

 


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Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zum persönlichen Geburtshoroskop bilden.

 

Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.