Merkur rückläufig im Krebs

vom 29. Juni bis 23. Juli, spürbar von Mitte Juni bis zur zweiten Augustwoche

Wie immer, wenn Merkur rückläufig, oder eigentlich: näher an der Erde ist, scheint auf einmal vieles nicht so richtig zu funktionieren. Wir sind schneller abgelenkt, verzettelt, und dadurch geht eher mal etwas schief. Es kommt zu Missverständnissen, weil wir uns unklar ausdrücken oder nicht richtig zuhören, Dinge werden verlegt oder gehen verloren, weil wir in Gedanken woanders sind, wir verfahren uns und kommen zu spät, weil wir gar nicht auf den Weg achten oder auf dem Fahrplan in der Zeile verrutschen. Es kann zu Verzögerungen und Komplikationen kommen. Während dieser Zeit wird davon abgeraten, Verträge zu unterschreiben oder endgültige, wichtige Entscheidungen zu treffen. Im Grunde verlangt Merkur einfach mehr Aufmerksamkeit: wenn wir die Dinge beiläufig, geistesabwesend, mal kurz zwischendurch machen, können sich die Fehlerquellen häufen. Es ist ratsam, Entscheidungen zu überdenken, das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen, bewusst und aufmerksam zu handeln. Oberstes Gebot ist: genau acht geben, das Multitasking etwas zurückschrauben, und, wo möglich, mehr Zeit einplanen, alles etwas ruhiger angehen.

Erspüren

Wir leben in Zeiten grosser Veränderung. Unzählige neue Eindrücke und Informationen stürzen auf uns ein, es gibt so viel zu erfahren, zu erkunden. Dieser Einfluss lädt uns ein, uns wenigstens hin und wieder aus dem Informationsstrom herauszunehmen, das Hintergrundrauschen etwas leiser zu drehen, alles ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Uns Zeit zu geben, die vielen Eindrücke und Informationen zu verdauen. Und dabei unsere eigenen Gedanken wieder zu hören, unseren Empfindungen zu lauschen, uns selbst wieder zu spüren.

 

Wie geht es uns dabei? Was brauchen wir? In erster Linie könnten wir das Bedürfnis haben, uns tatsächlich etwas zurückzuziehen. Wir sehnen uns nach Ruhe und Frieden, wollen nicht gestört werden. Das gilt auch für unsere Gedankenwelt. Interessante Themen, Gespräche mit Freunden, der Austausch von Meinungen und Ideen bieten uns geistige Nahrung, dienen als Anregung. Doch vielleicht sind wir jetzt gar nicht in der Stimmung. Wir könnten jetzt recht defensiv werden, was unsere Sichtweise betrifft, und regelrecht empfindlich reagieren. Äusserungen, die unserer eigenen Einstellung widersprechen, werden leicht als Angriff gewertet. Wir neigen dazu, es persönlich zu nehmen. Unsere Meinungen und Perspektiven sind Teil unserer Identität, und ausserdem so etwas unser geistiges Zuhause, der Ort, an dem wir uns sicher fühlen. Werden wir in diesen Bereichen herausgefordert, kann es wie ein Übergriff wirken, ein Einbruch in die heile Gedankenwelt, die wir uns so sorgfältig zurechtgelegt haben, damit alles einigermassen Sinn macht und seinen Platz hat. Jede Störung ist so etwas wie eine Übertretung der Grenzen, die diese Erklärungsmodelle schützen und bewachen. Wir versuchen, die Dinge zu begreifen, um ein gewisses Mass an Sicherheit zu schaffen in einer Welt, die sich nicht wirklich verstehen und erklären lässt, die ausgesprochen verwirrend und verunsichernd sein kann. So können wir uns etwas sicherer fühlen. Natürlich brauchen wir geistige Herausforderungen, wir brauchen neue Sichtweisen und Eindrücke, und auch in der jetzigen Phase kann es durchaus auch darum gehen, unsere Meinung zu ändern, aus neuen Einsichten und Erkenntnissen zu lernen. Gerade unsere Gedanken und unsere mentale Welt sind praktisch dauernd in Bewegung, im Wandel. Doch dürften wir jetzt eher zumachen, uns abschotten. Es ist Zeit für einen mentalen Aufnahmestopp. Weil wir einfach eine Pause brauchen und auch unsere Nerven etwas Schonung verdient haben. Der Wohlfühlfaktor dürfte darüber entscheiden, womit wir uns in diesen Wochen befassen. Der Fokus richtet sich eher nach innen.

 

Menschliche Nähe und ein Gefühl der Verbundenheit sind uns nun wichtiger als intellektuelle Impulse. Unsere Interaktionen, die zwischenmenschlichen Kontakte, Freundschaften, gemeinsame Interessen und Unternehmungen, das, was wir voneinander lernen, bilden an sich eine Art Zuhause, eine vertraute Umgebung, die wir so zu gestalten versuchen, dass wir uns möglichst wohl fühlen können. Da dieses Bedürfnis nun besonders stark ist, kann es sein, das wir unseren Radius ein ganzes Stück enger ziehen, uns in einem möglichst vertrauten Kreis bewegen, in dem wir uns verstanden und zugehörig, gut aufgehoben und geborgen fühlen. Und dies dürfte eher ein Umfeld sein, in dem wir dieselben Ansichten teilen, eine Blase, die uns schützend umgibt. Wo können wir uns sicher und unbeschwert, vollkommen akzeptiert und einfach zu Hause fühlen? Genau das dürften die Rahmenbedingungen sein, die wir jetzt einfach brauchen, um etwas zur Ruhe zu kommen. Dabei finden wir Zeit, uns dem Zwischenmenschlichen zu widmen. Wir sind empfindsam, nehmen Stimmungen deutlicher wahr und können sehr einfühlsam auf unsere Mitmenschen eingehen. Doch dürften wir dabei auch recht vorsichtig und verletzlich sein. Wir brauchen einen geschützten Raum, um uns öffnen zu können, um näher aufeinander einzugehen, Vertrauen aufzubauen. Wenn es sich richtig anfühlt, braucht es jetzt gar nicht viele Worte, um sich zu verstehen. 

 

Diese Wochen dienen auch dazu, Themen des vergangenen Jahres zu überdenken und genauer zu betrachten. Manches in Frage zu stellen, alles so weit wie möglich zu verdauen. Uns wiederum zu fragen, wie es uns dabei geht, wie wir damit umgehen. Vielleicht darüber zu meditieren. Uns einfach einmal Zeit zu nehmen für unsere Gedanken und Gefühle, ohne konkrete Ergebnisse zu verlangen. Diese Zeit kann uns lehren, mehr auf unser Gefühl zu hören, unserem Gespür zu vertrauen. Und uns daran erinnern, das Herz und Bauchgefühl mindestens soviel beizutragen haben wie der Verstand. 

 

 

Auf globaler Ebene können diese Wochen auf von Missverständnissen und Empfindlichkeiten, von Verzögerungen und Zwischenfällen geprägt sein. Kommunikation und Infrastruktur sind störungsanfällig. Besonders Anfang Juli ist mit technischen Störungen und Ausfällen zu rechnen.

Themen rund um Schutz und Verteidigung verlangen nach einer Evaluierung, Änderungen könnten notwendig werden, möglicherweise werden Massnahmen oder Entscheidungen rückgängig gemacht und neu bewertet, besonders im Zusammenhang mit Grenzschutz, und Heimatschutz, Schutz- und Verteidigungsbündnissen. Nationalistische Strömungen könnten in den Fokus rücken. Auch hier geht es, unter anderem, um eine Rückschau und Neubewertung von Entwicklungen und Entscheidungen der verganenen zwölf Monate. 

 

Auch wenn die Gesamtlage turbulent ist und diverse weitere Faktoren mitspielen, werden diese Wochen doch von einer gewissen Vorsicht und Zurückhaltung geprägt. Inmitten von Unberechenbarkeit ist das Sicherheitsdenken stärker ausgeprägt. Insgesamt sind Interaktionen und Entscheidungen eher gefühlsbetont, stimmungsabhängig. Dieser Einfluss kann sich in Form von Zurückhaltung oder Isolation zeigen, aber auch durch eine einfühlsame Haltung zum Ausdruck kommen. Ein übergreifendes Thema ist, das etwas in Aussicht gestellt oder erhofft wurde, sich jedoch noch nicht erfüllt. Manches sollte noch einmal überdacht, hinterfragt, genauer betrachtet werden. Wobei Antworten nicht auf einer rein rationalen Ebene zu finden sind. In gewisser Weise ist es ein Rückzug. Und vor allem eine Rückbesinnung. Auf unsere menschliche Seite? Auf unsere tatsächlichen, menschlichen Bedürfnisse?


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Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zum persönlichen Geburtshoroskop bilden.

 

Dieser Text ist eine Interpretation nach astrologischen Kriterien. Es handelt sich nicht um Richtlinien oder Ratschläge. Ausserdem handelt es sich um allgemeine astrologische Informationen, die nicht auf Einzelpersonen zugeschnitten sind. Jedwede Umsetzung oder Verwendung von astrologischen Informationen geschieht aus freien Stücken und auf eigene Gefahr.