Vollmond am 03.08.2020

Individualität und Gemeinwohl

um 17:58 Uhr, Mond 11° Wassermann, Sonne 11° Löwe in Spannung zu Venus und Uranus, Mars in Spannung zu Jupiter

Ein wenig sollten - und wollen - wir uns nun doch aus der Sicherheitszone herauswagen und das Neue suchen. Wie Einstein so richtig erkannte, führt das immer gleiche Verhalten nicht zu neuen Ergebnissen. Nachdem wir uns damit auseindergesetzt haben, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen, gibt es neue Herausforderungen für die Gemeinschaft. Für viele festgefahrene Situationen, die uns während der letzten Monate bewusst geworden sind, tauchen nun Lösungsansätze auf. Notwendige Veränderungen werden noch klarer aufgezeigt. In einigen Fällen wollen wir die Notwendigkeit einfach nicht wahrhaben, weil wir unsere festgefahrenen Gewohnheiten nicht aufgeben möchten, weil wir an vermeintlichen Sicherheiten und am Altvertrauten festhalten wollen, und weil wir schlicht unser persönliches Vergnügen nicht einschränken wollen. Auch für die grössten Revolutionäre unter uns gibt es Bereiche, in denen sie keine Veränderung zulassen wollen. Gerade dort könnten sich jetzt schockartige Änderungen ergeben. Und da liegt die grosse Spannung und Widersprüchlichkeit dieses Vollmondes. Einerseits bringt er die Unruhe, die für Veränderung nötig ist, die Ungeduld, die zum Handeln antreibt, und sogar die Ideen und Neuerungen, die für echte Umbrüche nötig sind. Andererseits kann plötzlicher Handlungsbedarf gerade dort entstehen, wo wir unsere Komfortzone nicht verlassen wollen, und Änderungen treten ein, die eine verstörende Wirkung haben können. Was wir als selbstverständlich betrachten, ist plötzlich ganz anders.

 

Ein grosses und notwendiges Geschenk dieses Mondes ist Objektivität. Die Gabe, uns einen Überblick zu verschaffen, die Lage der Dinge zu erkennen. Klar zu sehen, anstatt zu urteilen und uns im Wirrwarr der Meinungen zu verlieren. Dabei sind wir uns jedoch leicht selbst im Wege, da wir die Dinge schnell persönlich nehmen, Klatsch und Intrigen gerade besonders interessant sind und es überall Ablenkungen gibt. In dem ganzen Trubel gerät unser Handeln in Konflikt mit dem was wir glauben - wenn wir allerdings unser Tun mit unseren wahren Überzeugungen in Einklang bringen, uns fair verhalten und uns auf neues Gebiet vorwagen, können wir grosses bewirken, oder zumindest in Bewegung setzen. Allerdings besteht die Gefahr der Selbstüberschätzung und der Übertreibung! Auch könnte uns sehr rasch die Luft ausgehen, wenn wir zu impulsiv loslegen.

 

Diese Tage bringen neue Erkenntnisse und Veränderungen, besonders auf gesellschaftlicher Ebene. Im besten Fall bedeutet dies Entwicklungen zum Wohle aller, im schlimmsten Fall wird noch viel stärker polarisiert: auf der einen Seite die selbsternannte Elite, die 'Duchblicker', auf der anderen Seite die Aussenseiter und Spinner... Auch werden sich viele endgültig über Regeln und Anordnungen hinwegsetzen und sich aus Zwängen befreien. Eine unangenehme Auswirkung ist die Überzeugung, alles besser zu wissen. Egoismus und Egotripps sind weitere unschöne Auswüchse. Völlig neue, noch nie dagewesene Wege die spannende Möglichkeit, die Chance, die sich bietet. Jeder Einzelne von uns kann in seiner Besonderheit die Herzen berühren und allen Mitmenschen eine Inspiration sein. Der Kategorische Imperativ (Immanuel Kant) sollte besonders jetzt für jeden zur Anwendung kommen. Salopp gesagt: Tue, was Du willst, solange es niemandem Schaden zufügt. Totaler Individualismus und Freiheitsdrang prallen auf die Notwendigkeit, das Gemeinwohl nicht nur zu achten, sondern sogar zu verbessern. Wir sind auf dem idealen Weg, wenn das Eine das Andere nicht ausschliesst, sondern bewirkt.

Jetzt haben wir die Gelegenheit, unser Denken zu befreien und uns wirklich unsere eigene Meinung zu bilden, die durch eigene Erkenntnisse entsteht, und nicht dadurch, gerade populäre oder einfach kontroverse Meinungen zu übernehmen. Und während wir schon dabei sind, wirklich für uns selbst zu denken, wäre es noch viel besser, auch gleich unsere eigenen Grundsätze zu hinterfragen. Woher kommen sie? Von wem oder was haben wir sie übernommen? Warum folgen wir ihnen? Wovon wird unser Denken bestimmt? Ist es Zeit, auch hier einen Befreiungsschlag zu landen und ganz neu anzufangen? Unsere Werte und Prioritäten werden auf die Probe gestellt und könnten ganz plötzlich umgekrempelt werden. Starre Strukturen werden aktiv aufgebrochen.

 

Zu erwarten sind neue Formen der Analyse, sowie technische Entwicklungen, die wir eventuell in der Erfassung von und im Umgang mit Covid19 sehen werden. Plötzliche und unvorhergesehene Wendungen schaffen Handlungsbedarf. Neue Einsichten versprechen eine befreiende Wirkung. Plötzliche Unruhen können das öffentliche Leben durcheinander bringen. Diese Tage können einen kurzen Ausblick auf die Entwicklungen des kommenden Jahres bieten. Insgesamt ist es ratsam, die Nerven zu stärken und so viel wie möglich zu schonen, denn Unruhe ist die Norm, Nervosität kann jeden befallen und Überraschungen sind an der Tagesordnung.

Besonders geeignet: Neues ausprobieren, sich einen Überblick verschaffen, Flexibel sein und Änderungen einplanen, für viel Entspannung und Ruhe sorgen, Vorsicht vor Leichtsinn, ungünstige Tage für Extremsportarten

Betroffene Bereiche/Themen: Fussgelenke, Nerven, Herz, Ideen, Neuheiten, Revolution, Gemeinschaft, das Wohl aller, Objektivität, Elite, Aussenseiter, Eigensinn, Individualität, Verrücktes, Abgehobenes, Freiheit, Aufstände, nervöse Unruhe, Unberechenbarkeit, Schock, Trauma, Ausschluss

Hinweis: Wie viel oder wenig man persönlich von den aktuellen astrologischen Einflüssen zu spüren bekommt, ist davon abhängig, ob sich Aspekte zu Planeten im Geburtshoroskop bilden.