Mondfinsternis 10.01.2020

Wohlfühlzone

Vollmond/Mondfinsternis mit Erdschatten 20:21 Uhr, Mond 20° Krebs, Sonne 20° Steinbock

Gefühle dürfen in den Vordergrund treten. Wir haben ein besonders starkes Bedürfnis nach Geborgenheit, nach einem geschützten Raum, wo wir ganz wir selbst sein können. Die Sehnsucht nach dem Heimkommen: einfach alles fallen lassen, uns zurücklehnen in dem Wissen, dass wir geliebt, versorgt und sicher sind.

Diesen Bedürfnissen steht ein jetzt übermächtiges Pflichtgefühl entgegen: wir sind geprägt von gesellschaftlichen Konventionen, Erwartungen und Traditionen. Wir stehen unter ständigem Erfolgsdruck, weil wir glauben, einem Idealbild entsprechen zu müssen. Wir finden uns in einer Rolle, die wir spielen, um etwas zu gelten, um im gesellschaftlichen Leben etwas 'darzustellen'. Karriere und das Streben nach Erfolg und Vermögen gehören hierhin, aber auch die Art, wie wir uns verhalten, mit unseren Mitmenschen umgehen, was wir sagen und wie wir es sagen, was wir von uns preisgeben und wo wir uns verstecken. Fast alles davon gehört zu unserem Verhalten - wir tun es ganz automatisch, unbewusst, weil wir es so gelernt haben, weil es so von uns erwartet wird.

Es ist aber durchaus wichtig, diese Rolle und dieses Verhalten auch einmal in Frage zu stellen. Zumindest einmal aus der Rolle herauszutreten. Dazu ermutigt uns dieser Vollmond. Durchatmen und unsere Gefühle zulassen. Das bedeutet auch, das wir Verantwortung für unser eigenes Wohlergehen übernehmen, für uns selbst eine Komfortzone, einen Wohlfühlbereich schaffen und zu uns selbst heimkommen. Das Zulassen von Gefühlen ist in Zeiten wie diesen nicht immer einfach. Es ist oft gar kein Wohlfühlen. Unsicherheit, Angst, depressive Stimmungen, vor allem Schuldgefühle belasten und verfolgen uns so stark, dass wir diese Empfindungen meist verdrängen. WIr flüchten uns in Arbeit, in Freizeitstress, schützen Verpflichtungen vor, suchen uns bessere Stimmungen mit Hilfe von Alkohol, Medikamenten oder noch stärkeren Drogen. Gerade diese 'Auswege' halten aber langfristig jede Veränderung, jede mögliche Verbesserung, von uns fern. Denn gerade unsere Gefühle, unser Frust, unsere Ängste, der Druck, der auf uns lastet, informieren uns darüber, das etwas nicht stimmt. Das wir eigentlich vieles gerne ändern würden.

Aber halt - jetzt stehen gar nicht die schmerzhaften Konfrontationen im Vordergrund. Auch nicht die unerbittliche, disziplinierte 'Arbeit an uns selbst'. Alle Arten von Arbeit und Pflicht vergessen wir nun für ein paar Momente. Es geht wirklich um das Wohlfühlen. Klar müssen wir fühlen und erkennen, was wir nicht wollen, aber jetzt sollten wir erfahren, was wir wollen und was wir brauchen. Uns selbst der beste Freund sein. Wenn wir traurig und ausgelaugt sind, uns selbst den Freiraum geben um uns einzukuscheln, Musik zu hören, zu lesen, es warm und gemütlich zu haben und so trotzdem eine gewisse Geborgenheit zu erleben. Noch besser: einfach das geniessen, was wir haben. Sich Zeit nehmen und es sich richtig gemütlich machen, entweder ganz für sich oder auf der Couch mit Familie, Haustieren oder besten Freunden. Einfach, wie es so schön heisst, die Seele baumeln lassen. Sich das gönnen, was man emotional und seelisch braucht.

 

Besonders geeignet: Ein paar Stunden im Thermalbad, Wellness, ein Abend in der Badewanne, ein gemütlicher, ungestörter Familienabend

Zugeordnete Bereiche/Themen: Brust, Brustkorb, Verdauung, Nahrung (auch seelisch und emotional), das Herzchakra

Familie, Geborgenheit

Der Einfluss des Vollmondes besteht mehrere Tage. Da es sich hier um eine Mondfinsternis handelt, die ausserdem direkt in die Veränderungen der kommenden Zeit einbezogen ist, bleiben diese Themen über längere Zeit aktuell